Suchfunktion
| Musikmacher – Teil 3: Der Kontrabass |
|
Es heißt ein Kontrabass spielt selten allein, aber er tut es. Ja er kann auch ein fantastisches Solo hinlegen und auch sonst spielt der Kontrabass eine weit wichtigere Rolle, als man oft annimmt. Von Jazz bis Sinfonieorchester, von Rock‘n Roll bis Kammermusik, darf der Kontrabass nicht fehlen. Es ist das tiefste und größte Streichinstrument mit einem breit gefächertem Einsatzgebiet. Der Kontrabass besitzt sowohl bauliche Eigenschaften der Violinen, als auch der Gamben, was zu Unstimmigkeiten in der Familienzugehörigkeit führt. Er hat vier Saiten, die meist in Quarten, also in E,A,D und G gestimmt sind und wird mit einem Bogen gespielt. Während des Spielens kann man stehen oder sitzen. In Orchestern findet man zudem häufig Kontrabässe mit einer fünften Saite und auch für Solospiele werden spezielle Kontrabässe angefertigt. Der Kontrabass wird auf die Größe des Spielers abgestimmt, egal ob Kind, Jugendlicher oder Erwachsener, für jeden gibt es eine Größe. Eine moderne Variante ist der E-Kontrabass, bei dem der Korpus stark verkleinert, oder gar nicht mehr vorhanden ist. Die Geschichte des vielschichtigen Instruments begann etwa im 17. und 18. Jahrhundert. Seit dieser Zeit ist der Kontrabass aus keinem Orchester mehr wegzudenken. Er bildet als Bassinstrument die Basis für das Spiel von Melodieinstrumenten, aber kann auch solo überzeugen. Zum Beispiel komponierten Franz Anton Hoffmeister oder Carl Ditters von Dittersdorf ganze Kontrabasskonzerte. Weitere Kontrabassvirtuosen sind unter anderen Domenico Dragonetti, Johann Matthias Sperger und Giovanni Bottesini. Auch heute noch, werden solche Stücke komponiert, wie 2009 von Willi Vogl, der Alpenmechanik komponierte für Kontrabassquartett. Aber nicht nur in der Klassik spielt der Kontrabass eine wichtige Rolle. Ob Jazz, Rockabilly oder Blues, überall ist er zu finden. Selbst Countrymusik kommt nicht an ihm vorbei, so wurde er zum Beispiel zum stilistischen Merkmal von Johnny Cash‘s Musik.
|