Musikmacher – Teil 5: Die E-Gitarre

Laut, lauter, E-Gitarre. Aus dem Wunsch heraus, der Gitarre mehr Lautstärke zu verschaffen, wurde die E-Gitarre entwickelt. Aber dieser Wunsch, stammt nicht wie manche vielleicht annehmen aus der Rockmusik, um die Hörer richtig umzuhauen, sondern aus dem Jazz um das Jahr 1920. Da die Gitarristen sich nur schwer gegen die Blasinstrumente und das Klavier durchsetzten konnten, musste etwas Neues her.

Die elektrische Gitarre ist eine für eine elektronische Tonabnahme entwickelte Gitarre. Sie setzt primär auf einen akustischen Klangkörper zur Verstärkung der Saitenschwingen, was zu einer größeren Lautstärke führt. Ein weitere großer Vorteil ist, das man dadurch verschiedene Bauformen erreichen kann, die für bessere Bespielbarkeit sorgen. Das bis heute vorherrschende Prinzip geht in etwa auf die 1930er Jahre zurück. Damals wurden Dauermagnete, die mit einer Spule umwickelt wurden, unterhalb der schwingenden Saiten aus Stahllegierung platziert. Es wurde eine Störung des Magnetfeldes hervorgerufen, was zu elektrischen Spannungen in der Spule führte. Dieses Signal wurde dann einem Verstärker zugeleitet. Durch so genannte Wahlschalter erhält die E-Gitarre eine sehr große Klangvielfalt und lässt sich so für diverse Zwecke einsetzen. Die E-Gitarre hat viele Gesichter in der Musik und in der Bauweise. Man kann aber etwa drei Grundtypen unterscheiden, es gibt Halb- und Vollresonanz-Gitarren und Solidbodies. Die berühmtesten elektrischen Gitarren sind die Stratocaster von Fender und die Gibson Les Paul von Gibson. Diese werden auch bis heute noch hergestellt. Durch ihre Vielfalt an Gitarreneffekten, wird die E-Gitarre in zahlreichen Musikstilen verwendet, auch wenn man es nicht unbedingt immer vermutet. Unvergessen sind auch zahlreiche Künstler, die durch ihr Gitarrenspiel unsterblich wurden. Jimi Hendrix, Edward Van Halen oder Jimmy Page sind nur ein paar. Die noch recht junge Entdeckung hat sich sehr erfolgreich etabliert und wird weiterhin für Aufsehen sorgen.

 

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